top of page

Bezirksliga, 6. Spieltag - FCL schlägt zehn Schammelsdorfer

  • FCL
  • vor 12 Stunden
  • 3 Min. Lesezeit

Bild: Gunther Czepera


Knapp 500 Zuschauer wollten sich das Spitzenspiel der Fußball-Bezirksliga Oberfranken West am Freitagabend nicht entgehen lassen: Mit dem FC Lichtenfels empfing die beste Abwehr den Angriffsprimus aus Schammelsdorf. Die Korbstädter sollten letztlich die Oberhand behalten: Die gewohnt sattelfeste Abwehr und Effizienz im Angriff waren das Erfolgsrezept des FCL. Geholfen hat ihnen aber auch eine rote Karte gegen den Schammelsdorfer Daniel Krüger, der sich zu einem Ellenbogenschlag hinreißen ließ.


Die ersten Offensivaktionen des Spiels verzeichneten die Schammelsdorfer für sich. Torjäger Lukas Witterauf gab in der 4. Minute den ersten Schuss ab, sechs Minuten später brach der auffällige Jonas Schönlein erstmals über links durch, fand in der Mitte jedoch keinen Abnehmer. Insgesamt war die erste Viertelstunde jedoch vom gegenseitigen Abtasten geprägt, ehe der FCL immer mehr Übergewicht bekam.

Und er schlug sofort zu, als er sich erstmals in der gegnerischen Hälfte einnistete: Der erste Schuss von Daniel Blinzler wurde noch zur Ecke abgewehrt, die jedoch saß. Cedrik Gäbelein stand am langen Pfosten frei und köpfte den Ball zum 1:0 ins Tor (16.). Die Führung gab den Korbstädtern Auftrieb, nun fingen sie an, gefällig nach vorne zu kombinieren. Ein Eckball in der 18. Minute brachte jedoch nichts ein.


Anschließend wurden die Lichtenfelser immer passiver, der TSV drehte auf. Schönleins Flanke geriet zu weit (21.), kurz darauf prüfte er aus halblinker Position FCL-Keeper Felix Angermüller, der zur Ecke parierte (24.). Eine gefährliche Doppelchance hatten die Schammelsdorfer zudem nach einem Freistoß in der 29. Minute. Fünf Minuten später hatte Witterauf die große Chance auf den Ausgleich, als er über Pascal Herbst und Schönlein frei gespielt wurde, traf den Ball jedoch nicht richtig.


Bei seinen wenigen Entlastungsangriffen fehlte dem FCL immer wieder die Präzision. Erst in der 37. Minute kam Mykyta Potapenko mal zum Kopfball, doch die Kugel ging deutlich über das Tor. Der Vorwärtsdrang der Schammelsdorfer war endgültig gestoppt, als Daniel Krüger nach einem Gerangel im Mittelfeld gegen Fabian Bezani den Ellenbogen ausfuhr und für diesen Check folgerichtig die rote Karte sah (39.).

Gäbelein prüfte TSV-Torhüter Rainer Pflaum kurz vor der Pause aus der Distanz. Schammelsdorf konnte die Situation nicht bereinigen und nach dem folgenden Einwurf nutzte Elias Holzheimer die unübersichtliche Lage im Strafraum zum 2:0 (44.). Mit diesem Stand ging es dann in die Kabinen.


In der zweiten Hälfte versuchten die Schammelsdorfer zumindest, aufzumachen und mehr in die offensive Waagschale zu werfen. Bereits drei Minuten nach Wiederanpfiff erarbeiteten sie sich einen ersten Eckball. Fünf Minuten später versuchte es Sebastian Pawlik aus der Distanz, Angermüller ließ den Ball nur prallen. Die Lichtenfelser agierten in dieser Phase zu passiv, kamen selten nach vorne.


In der 57. Minute nutzten sie mal die Lücken im Defensivverbund des TSV, Potapenko wurde in höchster Not gestoppt. Hinten standen die Korbstädter jedoch weiterhin kompakt und dicht gestaffelt, so dass es kaum Lücken für die Schammelsdorfer gab. Nach einem Freistoß in der 65. Minute kam Pawlik eher zufällig zum Abschluss. Im Gegenzug hätte Elias Holzheimer fast einen Entlastungsangriff veredelt, sein Schuss kam aber zu zentral auf den Kasten des TSV.


In den letzten 20 Minuten zollten beide Mannschaften den warmen Temperaturen Tribut, das Spiel plätscherte größtenteils nur noch vor sich hin. Schammelsdorf wollte, konnte aber nicht mehr so richtig. Symbolträchtig: Bei einem Freistoß in der 74. Minute schossen sie mit Herbst den eigenen Mann an, der Ball trudelte ins Aus. Die Lichtenfelser hatten vier Minuten später in Person von Bezani noch eine letzte Schussmöglichkeit, doch auch sein Abschluss war letztlich zu harmlos.


So verteidigten die Gastgeber auch in der Schlussphase alles leidenschaftlich weg. Witterauf wäre in Minute 84 nochmals in Schussposition gewesen, sein Abschluss wurde jedoch abgegrätscht. Pünktlich nach 90 Minuten pfiff Schiedsrichter Franz Macht das Spitzenspiel der Bezirksliga Oberfranken West ab.


Text: Tobias Ebner / Fränkischer Tag

Kommentare


bottom of page